Claudia Kettner, Oliver Fritz, Angela Köppl (WIFO), Eduardo A. Haddad, Alexandre Porsse (NEREUS), Volkswirtschaftliche Effekte von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und des Anteils erneuerbarer Energien in den österreichischen Klima- und Energiemodellregionen

Monographien, September 2012, 71 Seiten
   
Klimawandel und Ressourcenbeschränkungen erfordern eine umfassende Restrukturierung der bestehenden Energiesysteme: Einerseits gilt es, die Energieeffizienz zu erhöhen; andererseits soll der Einsatz erneuerbarer Energieträger forciert werden. Dabei muss die Rolle von Energiedienstleistungen – und nicht von Energieflüssen – im Vordergrund stehen, da nicht die Nachfrage nach Energie, sondern die Energiedienstleistungen wohlstandsrelevant sind. Die vorliegende Studie schätzt die möglichen ökonomischen Effekte von unterschiedlichen Maßnahmenpaketen zur Erhöhung der Energieeffizienz und des Anteils erneuerbarer Energieträger in den österreichischen Bundesländern mit Hilfe von Modellsimulationen, wobei der Fokus auf den Bereichen Mobilität, Wohngebäude und Bereitstellung von Elektrizität und Fernwärme liegt. Die Simulationen basieren auf illustrativen Beispielen, die auf Basis von ausgewählten Klima- und Energiemodellregionen entwickelt wurden.
Mit Ausarbeitungen zum Bereich Mobilität von Brigitte Wolkinger, Karl Steininger (Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel)
 
Auftraggeber: Klima- und Energiefonds
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Núcleo de Economia Regional e Urbana da USP – Karl-Franzens-Universität Graz, Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel
Forschungsbereich:Umwelt, Landwirtschaft und Energie – Strukturwandel und Regionalentwicklung
Sprache:Deutsch

Economic Effects of Measures to Increase Energy Efficiency and the Share of Renewables in Austrian Climate and Energy Model Regions

Climate change and resource constraints require a fundamental transformation of existing energy systems. For such an energy transition a focus on energy services is essential, as well as the endeavour to change energy systems at the regional level. Along with behavioural changes, energy efficiency improvements and an increased deployment of renewables are key elements of such a transition. In this research project the effects of different packages of energy efficiency and renewable energy measures in "residential buildings", "transportation" and "electricity and heat supply" at the Austrian regional level were simulated. We applied an integrated modelling approach that starts with energy services. This is complemented by an assessment of the investment requirements and changes in operating costs. An Interregional Computable General Equilibrium model, Sindelar 10, is used in order to estimate the effects on value added and employment. Our analysis shows that implementation requires considerable investment. While GDP and employment are expected to increase at the national level, growth effects are distributed unevenly across regions: smaller regions generally profit less due to direct and indirect outflows of investment to more highly industrialised regions. In Lower Austria, where petroleum refining is concentrated, output declines when fossil fuel demand is reduced.

Verwandte Einträge

Angela Köppl (Projektleitung), Anrechenbarkeit von Energieeffizienz-Maßnahmen im Energieeffizienzgesetz

Abgeschlossene Forschungsprojekte
Die Kurzstudie widmet sich der Analyse von Unsicherheiten bzw. Einschränkungen bei der Implementierung des Energieeffizienzgesetzes, die bei der Anrechenbarkeit von Maßnahmen zur Erfüllung der Lieferantenverpflichtung auftreten. Diese Einschränkungen wurzeln in der im Gesetz streng definierten Unterscheidung zwischen Lieferanten und Endkunden von Energie.
 
Auftraggeber: Österreichs E-Wirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2014

Angela Köppl, Stefan Schleicher, Kosteneffekte des Energieeffizienzgesetzes. Analysen für Elektrizität liefernde Unternehmen

Monographien, August 2014, 27 Seiten
Auf Basis des Entwurfs zum Energieeffizienzgesetz evaluiert diese Studie das jährliche Einsparziel für Lieferanten von Elektrizität von 0,6% des Endenergieabsatzes. Diese Vorgaben haben demnach einerseits die erwarteten Einsparungen an Stromkosten zur Folge, bedeuten aber andererseits zusätzliche Aufwendungen für Maßnahmen der Lieferanten von Elektrizität, die die Elektrizitätsnachfrage dämpfen. Insgesamt dürften deshalb die Senkung der Stromkosten im Zeitraum 2014 bis 2020 die damit verbundenen Aufwendungen von Endkunden und Energielieferanten nicht ausgleichen.
 
Auftraggeber: Österreichs E-Wirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 07.08.2014 0:00

Angela Köppl (Projektleitung), Kosteneffekte des Energieeffizienzgesetzes. Analysen für Strom- und Gaslieferanten

Abgeschlossene Forschungsprojekte
Als Zielvorgabe sieht der Entwurf zum Energieeffizienzgesetz vor, dass Lieferanten aller Energieträger im Zeitraum 2014/2020 ihre Lieferungen an alle Sektoren nachweislich pro Jahr um zusätzlich 0,6% verringern. Die Bemessungsgrundlage ist der Durchschnittsverbrauch in der Periode 2010/2012. Die Auswirkungen dieser Verpflichtung werden im Rahmen dieser Studie analysiert.
 
Auftraggeber: Österreichs E-Wirtschaft
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Abgeschlossen: 2014

Kurt Kratena, Ina Meyer, Energieverbrauch und CO2-Emissionen in Österreich. Die Rolle von Energieeffizienz und Energieträgersubstitution

WIFO-Monatsberichte, 2007(11), S.893-907
Zur Erreichung des "Kyoto-Ziels" einer Verringerung der CO2-Emissionen gegenüber dem Referenzjahr 1990 um 13% im Durchschnitt 2008/2012 ist eine signifikante Steigerung der Energieeffizienz in den Sektoren Industrie, Verkehr und private Haushalte erforderlich. Im Zeitraum 1990 bis 2005 reichte die Verbesserung der Energieeffizienz nicht aus, um die emissionssteigernden Effekte des Wachstums von Produktion (Industrie), Pkw-Bestand und Gütertransportleistung (Verkehr) sowie der gesamten Wohnfläche (Haushalte) in Bezug auf den fossilen Energieverbrauch wettzumachen. In der Industrie und den privaten Haushalten hatte die Abnahme der Emissionsintensität (Emissionen pro Energieeinheit) aufgrund einer Verschiebung des Energieträger-Mix (Energieträgersubstitution) einen emissionsdämpfenden Effekt.
 
Login-Formular