Angela Köppl, Michael Wüger, Determinanten der Energienachfrage der privaten Haushalte unter Berücksichtigung von Lebensstilen

Monographien, September 2007, 70 Seiten
   
Die vorliegende Studie analysiert die Energieausgaben der privaten Haushalte anhand der VGR-Daten und der Konsumerhebung. Anhand der technischen Zerlegung der Nachfrage in einen Preis- und einen Mengeneffekt auf Basis der VGR-Daten lässt sich nachweisen, dass z.B. flüssige Brennstoffe durch Erdgas substituiert werden. Dabei ergibt sich für die Nachfrage nach flüssigen Brennstoffen eine stark gegenläufige Entwicklung zwischen Mengen- und Preiseffekt, für die Konsumausgaben für den öffentlichen Verkehr ein negativer Mengeneffekt. Die Analyse der Daten der Konsumerhebung belegt die große Bedeutung der Region sowohl für die Verkehrsausgaben als auch für die Energieausgaben für das Wohnen. Die Energieausgaben für das Wohnen hängen darüber hinaus vom Angebot an leitungsgebundenen Energieträgern ab, während sich für die Verkehrsausgaben ein enger Zusammenhang zwischen Einkommen und Zahl der Pkw je Haushalt sowie zwischen monatlichen Verkehrsausgaben und Einkommen zeigt. In der Studie wurden darüber hinaus mit ökonometrischen Methoden Präferenzunterschiede nach relevanten Nachfragemerkmalen ermittelt und untersucht, wie sich Haushalte mit unterschiedlichen Merkmalsausprägungen verhalten würden, wenn die Unterschiede im Wohlstandsniveau ausschaltet werden.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Forschungsbereich:Umwelt, Landwirtschaft und Energie – Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

Determinants of Energy Demand by Private Households, with Due Regard to Lifestyles

The study analyses energy expenditure by private households, drawing on data from the national accounts and a consumer survey. By splitting demand into price and quantitative effects (based on national accounts data) it can be shown that, e.g., liquid fuels are substituted by natural gas. Regarding the demand for liquid fuels, a strongly contrarian development was found between quantitative and price effects, while the quantitative effect was negative for consumer spending on public transport. An analysis of data from the consumer survey documents how regions determine the spending on both transport and home energy. The latter furthermore depends on the supply of pipeline-bound energy sources, whereas transport spending shows a close link between income and cars per household, and between monthly spending on transport and income. The study also used econometric methods to determine differences in preferences by relevant demand factors and investigated how households varying in their characteristics would behave if affluence levels were equalised.

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