Karl Aiginger, Michael Peneder, Qualität und Defizite des Industriestandorts Österreich

Monographien, Juni 1997, 180 Seiten
   
Das WIFO befragte im Sommer 1997 im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der wichtigsten in Österreich tätigen Industrieunternehmen sowie einiger industrienaher Dienstleister. Die antwortenden Unternehmen repräsentieren einen Umsatz von 337 Mrd. S, 180.000 Mitarbeiter und eine Exportquote von 47%. Die Gesamtbeurteilung des Wirtschaftsstandortes fiel positiv aus, insgesamt wurden in der fünfteiligen Skala 37 Faktoren als überwiegend positiv und 29 Faktoren als negativ beurteilt. Die "weichen", d. h. schwer meßbaren Umfeldfaktoren politische Stabilität, öffentliche Sicherheit, Kultur- und Freizeitangebot, Umweltqualität und Rechtssicherheit sowie die konsensorientierte Lösung von Arbeitskonflikten nehmen die ersten sechs Ränge in der Reihung der österreichischen Standortvorteile ein. Auch die soziale Einkommensverteilung wird mit dem 13. Rang im internationalen Vergleich positiv bewertet. Die größten Defizite des Industriestandortes Österreich werden im Vergleich zu alternativen Standorten in der Kostenbelastung durch öffentliche Verwaltung und ineffiziente Regulierung, fehlenden komplementären Leistungen in Innovation und Finanzierung und der mangelnden Flexibilität der Arbeitszeiten gesehen.
Kurzfassung 30 Seiten, ATS 200,00, EUR 14,53
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten
Forschungsbereich:Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb
Sprache:Deutsch

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