Thomas Url, Die Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich

Monographien, März 2003, 140 Seiten
   
Die betriebliche Altersvorsorge weist in Österreich eine im europäischen Vergleich geringe Verbreitung auf. Während im europäischen Durchschnitt etwa die Hälfte der Erwerbspersonen in eine betriebliche Altersvorsorge einbezogen ist, hat in Österreich nur etwa ein Sechstel der unselbständig Erwerbstätigen einen betrieblichen Pensionsanspruch. Anhand der Ergebnisse einer Unternehmensbefragung untersuchte das WIFO Durchführungswege, Verbreitung, Leistungsvolumen, Ausgestaltung und die Motive zur betrieblichen Altersvorsorge. Die Hochrechnung für die Gesamtwirtschaft zeigt, dass in Österreich im Jahr 2000 etwa 31.200 Betriebe rund 430.000 unselbständig Beschäftigten eine betriebliche Altersvorsorge anboten. Insgesamt erhielten 103.000 Personen Leistungen aus einer betrieblichen Altersvorsorge. Der Aufwand für Beitragszahlungen und die Nettodotierung der Pensionsrückstellung betrugen 2000 insgesamt etwa 745 Mio. € oder 0,9% der Bruttolohn- und -gehaltssumme. Die Leistungen für Pensionisten, d. h. die Zahlungen an Pensionisten aus den vier möglichen Durchführungswegen (direkte Leistungszusage, Pensionskasse, Gruppenlebensversicherung und Höherversicherung im ASVG) erreichten insgesamt 1.216 Mio. €. Die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge hat seit der letzten WIFO-Hochrechnung für das Jahr 1996 stark zugenommen.
 
Auftraggeber: Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der Pensionskassen – Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Forschungsbereich:Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik
Sprache:Deutsch

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