Kurt Bayer, Michael Peneder, Der österreichische Schienenfahrzeugbau vor der Liberalisierung der Beschaffungsmärkte

WIFO-Monatsberichte, 1992, 65(12), S.646-654
   
Wie die meisten europäischen Bahnverwaltungen vergeben auch die ÖBB den Großteil ihrer Aufträge an heimische Produzenten. Ein Abschluß des EWR-Vertrages wird diese historisch gewachsene Bevorzugung aufheben. Während die ÖBB den österreichischen Erzeugern für die nächsten zwei Jahre, in denen der Großteil der europäischen Exportmärkte noch durch ähnliche Verträge abgeschottet sein wird, mit einem Rahmenauftrag in der Höhe von 3,6 Mrd. S eine Grundauslastung sichern, muß diese Zeit dazu genutzt werden, eine stärkere Wettbewerbsposition auf ausländischen Märkten aufzubauen und die strukturelle Abhängigkeit von den ÖBB zu verringern.
 
Forschungsbereich:Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb
Sprache:Deutsch

Austrian Railroad Vehicle Production Facing Liberalization of Procurement Regulations

Like with most European railroad administrations, the bulk of orders from the Austrian Federal Railways (ÖBB) are going to domestic producers. This preferential treatment of long tradition will be waived with the signing of the treaty on the European Economic Area (EEA). Over the next two years when the major part of European export markets will still be protected by similar agreements, capacities of domestic suppliers will be conveniently filled by ÖBB contracts worth AS 3.6 billion. This period will have to be used to strengthen Austrian firms' competitive position on foreign markets and to reduce their structural dependence of the ÖBB.

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Monographien, Jänner 2017, 72 Seiten
Diese Studie analysiert die Verwendung von Bestbieter- und Billigstbieterprinzip in Österreich auf Basis ökonomischer Argumente und empirischer Evidenz. Wie die ökonomische Literatur zeigt, ist das Bestbieterprinzip bei Vorliegen bestimmter Projekteigenschaften (Volumen, Komplexität und vertragliche Unvollständigkeit) bzw. Marktstrukturen dem Billigstbieterprinzip überlegen. Österreich befindet sich zwar hinsichtlich der Verwendung des Bestangebotsprinzips mit Deutschland, Schweden und Finnland im europäischen Mittelfeld, die Gewichtung von preisfremden Kriterien im Rahmen von Bestbieterverfahren ist aber deutlich unterdurchschnittlich. Diese Befunde werden durch Interviews auf Auftraggeber und Auftragnehmerseite validiert und wirtschaftspolitische Implikationen diskutiert.
 
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Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten – AOEM – Vereinigung Österreichischer Zulieferexporteure
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