Überblick über die aktuellen Projekte(38 Treffer)

Simon Loretz (Projektleitung), Preiselastizität und potentielle Steuereinnahmen für alkoholische Getränke. Evidenz für Polen, Frankreich und Spanien

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
In Europa ist ein Trend zu einer höheren Besteuerung von alkoholischen Getränken zu beobachten. Während typischerweise argumentiert wird, dass dies notwendig ist um den übermäßigen Konsum und die damit verbundenen Gesundheitskosten zu senken, steht oft auch das Motiv der Erzielung von Steuereinnahmen im Mittelpunkt. Alkoholische Getränke werden sehr unterschiedlich besteuert, gebrannte alkoholische Getränke etwa viel höher als Bier oder Wein. Die zugrundeliegende Idee der doppelten Dividende, d.h. die Möglichkeit Steuereinnahmen zu erzielen und gleichzeitig sozial unerwünschtes Verhalten einzudämmen, erscheint attraktiv. Ob es jedoch möglich ist, zusätzliche Steuereinnahmen durch die Besteuerung von alkoholischen Getränken zu erzielen und/oder den übermäßigen Konsum zu senken, hängt vor allem vom Funktionieren des Marktes für alkoholische Getränke ab. Die vorliegende Studie beleuchtet daher den Markt für alkoholische Getränke und das Potential der Erhöhung der Steuereinnahmen. Der Einfluss der Besteuerung auf den Konsum wird vor allem von der Durchreichung der Steuerlast (Weitergabe über höhere Preise) und der Elastizität der Nachfrage nach alkoholischen Getränken (Effekt von Veränderungen des Verbraucherpreises auf die Nachfrage) bestimmt. Zusätzlich können die Kreuzpreiselastizitäten zwischen unterschiedlichen alkoholischen (Bier, Wein und gebrannter Alkohol) und nicht alkoholischen Getränken potentiell den Einfluss von Steueränderungen bestimmen. Die Studie schätzt die wichtigsten Parament für ausgewählte EU–Länder. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf unterschiedlichen Konsumtypen (leichter, mäßiger und starker Konsum) und sozioökonomische Gruppen. Anhand der geschätzten Parameter werden die potentiellen Steuereinahmen von möglichen Reformen simuliert.
 
Auftraggeber: Institut für Höhere Studien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Gerard Thomas Horvath (Projektleitung), Mittelfristige Prognose des Insolvenzentgeltsicherungsgeschehens in Österreich

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Ein Modell zur mittelfristigen Prognose des Insolvenzentgeltsicherungsgeschehens in Österreich bis 2022 wird erarbeitet. Die Modellierung basiert auf einer Analyse der gesamtwirtschaftlichen Determinanten des Insolvenzgeschehens. Werte für die Entwicklung von BIP, Arbeitslosigkeit und Beschäftigung werden als wesentliche Determinanten des Insolvenzgeschehens aus vorhandenen WIFO-Datenbeständen bzw. durch Prognoseläufe von WIFO-Makromodellen (mittelfristige WIFO-Prognose und DYNK – Disaggregated Dynamic New Keynesian Model) ermittelt.
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Insolvenz-Entgelt-Fonds Service GmbH

Jürgen Bierbaumer-Polly (Projektleitung), Schnellschätzung zum Wirtschaftswachstum in Österreich

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Das WIFO veröffentlicht für Österreich bereits 30 Tage nach Ablauf eines Quartals Daten zum Wirtschaftswachstum. Diese decken neben der Entstehungsrechnung, Verwendungsrechnung und Verteilungsrechnung auch Zahlen zum Arbeitsmarkt laut VGR ab.
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Stefan Ederer (Projektleitung), Policy Options for Sustaining Long-term Growth in the Presence of Complex Financial Markets and a Financialised Economy

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Large and complex financial markets have been an increasing source of concern in regard to sustainable long-term growth and financial stability. The aim of our research is to systematically explore this topic by constructing a novel macroeconomic model which incorporates the endogenous dynamics of the creation, valuation and distribution of financial assets and their repercussions on the real economy. Our model includes complex financial markets and a large shadow banking sector, which enables us to simultaneously address issues concerning economic growth, asset price inflation, pro-cyclical leverage effects, and financial fragility in the Euro area. These phenomena lead to business cycles induced by financial markets, which we label "Kindleberger cycles". We calibrate the model to recent economic developments in the Euro area and use it to evaluate policy options to foster sustainable long-term economic growth, accounting for the boundary problem in financial regulation.
 
Auftraggeber: Wirtschaftsuniversität Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung – Wirtschaftsuniversität Wien

Werner Hölzl (Projektleitung), Kurzexpertise zum Studienbeitragsmodell der Industriellenvereinigung

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Im Entwurf der Industriellenvereinigung für ein neues Studienbeitragsmodell werden Studienbeträge als Instrument angesehen, um den privaten Finanzierungsanteil im Tertiärbereich anzuheben. Diese Kurzstudie liefert eine Bewertung des Modells und eine Schätzung der Finanzierungspotentiale für Universiäten.
 
Auftraggeber: Vereinigung der Österreichischen Industrie
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Marcus Scheiblecker (Projektleitung), Beitrag der Finanzmarktinterventionen des Bundes zur Stabilisierung des österreichischen Finanzmarktes

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Laut § 1 Abs. 1 Finanzmarktstabilitätsgesetz ist der Bundesminister für Finanzen berechtigt, zur Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben Österreichs, zur Sicherstellung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichtes sowie zum Zweck des Schutzes der österreichischen Volkswirtschaft Maßnahmen zur Rekapitalisierung von Rechtsträgern (Kreditinstituten und Versicherungen) zu ergreifen. Das WIFO untersucht für die einzelnen Interventionsschritte des Bundes über seine treuhändisch beauftragte Finanzmarktbeteiligungsgesellschaft – die 2008 gegründet und 2016 wieder aufgelöst wurde – und die HETA den Beitrag zur Stabilisierung des österreichischen Finanzmarktes und damit der Wirtschaftsentwicklung in Österreich.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Thomas Leoni (Projektleitung), Entwicklung und Verteilung der psychisch bedingten Krankenstände in Oberösterreich

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Um handlungspolitisch relevante Erkenntnisse zur Verteilung und Entwicklung der psychisch bedingten Krankenstände in Oberösterreich zu gewinnen, wird in einem ersten Schritt das aggregierte Bild zur Verbreitung der psychischen Erkrankungen, wie es aus der Krankenstandsstatistik für die Periode 2004/2016 hervorgeht, nach verschiedenen Dimensionen untersucht. Dazu werden die Krankenstandsquoten unterschiedlicher Beschäftigtengruppen (nach Geschlecht und Altersgruppen) gebildet und Unterschiede in der Häufigkeit und Dauer der Krankenstände dieser Gruppen sowie Veränderungen über die Zeit analysiert. Ein zweiter Schwerpunkt der Analyse betrifft den Kreis jener Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die aufgrund psychischer Leiden krankgeschrieben wurden. Dabei soll soll geklärt werden, wieweit psychisch bedingte Krankenstände einen wiederkehrenden, chronischen Charakter haben oder tendenziell eher als isolierte Episoden in der Erwerbsbiographie auftreten.
 
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich

Yvonne Wolfmayr (Projektleitung), Evaluierung des österreichischen Soft-Loan-Verfahrens

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Die Studie untersucht die Wirksamkeit des österreichische Soft-Loan-Verfahrens zur Förderung der Markterschließung, des Exportvolumens, der Realisierung kommerzieller Nachfolgeprojekte sowie technologischer Spill-over-Effekte im Geberland und zur Erreichung entwicklungspolitischer Ziele in den Empfängerländern. Sie bewertet die als Soft-Loan-tauglich eingestuften Länder nach deren Bonität, Nachfragestruktur und -entwicklung und analysiert die Wettbewerbsposition und Exportstruktur der österreichischen Exporteure in diesen Ländern. Ökonometrische Verfahren und das Input-Ouput-Modell des WIFO quantifizieren die von Soft Loans induzierten Rückwirkungen auf Exporte, Beschäftigung und Wertschöpfung. Aus Erfahrungsberichten von Unternehmen und den involvierten Institutionen sollen im Rahmen von Interviews ein Problemaufriss am Beispiel Balkanregion sowie Strategien vor allem im Hinblick auf Nachfolgeprojekte und ungebundene Hilfskredite abgeleitet werden.
 
Auftraggeber: Oesterreichische Kontrollbank AG
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Simon Loretz (Projektleitung), Evaluierung der Mehrwertsteuererhöhung im Zuge der Steuerreform 2015/16

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
Im Zuge der Steuerreform 2015/2016 wurde als Teil der Gegenfinanzierung der reduzierte Mehrwertsteuersatz in ausgewählten Bereichen auf 13% angehoben. Ziel dieser Studie ist die Ex-post-Evaluierung der Auswirkungen dieser Steueränderung auf Preise, Nachfrage und Wirtschaftsleistung in den betroffenen Bereichen.
 
Auftraggeber: Institut für Höhere Studien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

Margit Schratzenstaller (Projektleitung), Kurzexpertise im Rahmen des Multiannual Financial Framework MFF: Strukturen und Eigenmittel

Aktuelle Forschungsprojekte (in Arbeit)
 
Auftraggeber: Europäisches Parlament
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
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