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Makroökonomie und europäische Wirtschaftspolitik

WIFO-Publikationen und Projektberichte(5306 Treffer)

Margit Schratzenstaller, Fanny Dellinger, Genderdifferenzierte Lenkungswirkungen des Abgabensystems

Monographien, Dezember 2017, 67 Seiten
   
Im Rahmen der Wirkungsorientierung des Bundes ist jedes Ressort zur Formulierung eines Gleichstellungszieles verpflichtet. Gemäß einem der Gleichstellungsziele des Bundesministeriums für Finanzen soll das Abgabensystem zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Erwerbsarbeit und der unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern beitragen. Vor diesem Hintergrund bietet die Studie einen Literaturüberblick über empirische Ergebnisse zum Einfluss von Steuern und Abgaben auf das Arbeitskräfteangebot von Frauen, die Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit in Paarhaushalten sowie Ausbildungsentscheidungen und Unternehmensgründungen von Frauen. Dabei werden nicht nur direkte, sondern auch indirekte Steuern berücksichtigt. Das Arbeitskräfteangebot von Frauen reagiert demnach in Österreich wie generell in den Industrieländern sowohl hinsichtlich der Arbeitsmarktpartizipation als auch des Stundenausmaßes wesentlich empfindlicher auf die gesamte direkte Abgabenbelastung der Arbeitseinkommen als jenes von Männern. Zudem dürften eine Reihe von Begünstigungen im Einkommensteuersystem bzw. im Rahmen der Sozialversicherungsbeiträge die Partizipationsentscheidung und die Aufteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern beeinflussen. Die Belastung der Arbeitseinkommen durch direkte Steuern und Abgaben (Lohnsteuer, Sozialversicherungs¬beiträge) spielt die wichtigste Rolle, aber auch indirekte Steuern könnten das Arbeitskräfteangebot von Frauen sowie die Arbeitsteilung in Paarhaushalten beeinflussen; diese Fragestellung wurde allerdings für Industrieländer in der Literatur bislang kaum untersucht, empirische Belege für diese Annahmen fehlen daher bislang. Die Ausgestaltung von Steuern und Abgaben soll insgesamt primär Anreize für eine Verringerung der Frauenerwerbsbeteiligung vermeiden oder dämpfen sowie eine gleichmäßige Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern unterstützen und durch Sonderregelungen im Steuer- und Abgabenrecht fördern. Der Literaturüberblick untermauert darüber hinaus die Annahme, dass durch die Besteuerung auch andere individuelle ökonomische Entscheidungen von Männern und Frauen – in unterschiedlichem Ausmaß – beeinflusst werden, etwa Bildungsentscheidungen oder Unternehmensgründungen. Hier besteht allerdings noch erheblicher Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der empirischen Überprüfung möglicher Effekte allgemein und für Frauen im Besonderen.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Finanzen
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 06.12.2017 0:00

Alena Bachleitner, Abolishing the Wealth Tax. A Case Study for Germany

WIFO Working Papers, 2017, (545), 37 Seiten
Since the 1990ies several countries abolished the wealth tax, but surprisingly few scholars investigated the effects empirically. Motivated by the theoretical literature, this study estimates the effect of the abolition of the net wealth tax in Germany in 1997 on the household saving rate. The use of the Synthetic Control Method allows using variables on aggregate level instead of microeconometric panel data, to estimate the effect of abolishing the net wealth tax. As a result, the analysis shows that the abolition of the net wealth tax had a clear positive effect on the German household saving rate. After three years, the saving rate was found to be about 3 percentage points higher than it would have been without the measure. Robustness checks support the results. These findings suggest that empirically the substitution effect dominated.
 
Online seit: 05.12.2017 0:00

Thomas Url, Atanas Pekanov, Kosten der betrieblichen und privaten Altersvorsorge für die öffentliche Hand

Monographien, Dezember 2017, 121 Seiten
   
Unternehmen und private Haushalte zahlten 2015 in Österreich insgesamt 8,6 Mrd. € an Beiträgen für die betriebliche und private Altersvorsorge. Die Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge ist für jeden Durchführungsweg unterschiedlich ausgestaltet. Für direkte Förderungen wurden 42 Mio. € aufgewandt. Die indirekten Kosten zur Förderung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge machten im Vergleich mit einem Referenzsystem mit vorgelagerter Besteuerung (z. B. Sparbuch) insgesamt 1,6 Mrd. € aus. Im Vergleich mit einer nachgelagerten Besteuerung (z. B. Nachkauf von Schulzeiten) entstanden für den öffentlichen Haushalt insgesamt indirekte Erträge von 520 Mio. €, weil die Prämienzahlungen der privaten Lebensversicherung aus dem voll versteuerten persönlichen Einkommen stammen und die damit verbundenen Abgaben- und Steuereinnahmen bei vorgelagerter Besteuerung entfallen würden. Über die gesamte Laufzeit betrachtet verursachen Kapitalabfindungen in der betrieblichen Lebensversicherung entsprechend § 3 Abs. 15 EStG und die in Renten umgewandelten Auszahlungen der Betrieblichen Vorsorgekassen die höchsten indirekten Kosten. Niedrige indirekte Kosten entstehen für Arbeitnehmerbeiträge in Pensionskassen (ohne Steuerbegünstigung) und für Renten aus individuellen Lebensversicherungen.
 
Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 05.12.2017 0:00

Kennzahlen zur Wirtschaftslage

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(11), S.830-842
   
 

Marcus Scheiblecker, Weltwirtschaft in bester Verfassung

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(11), S.819-827
   
Die österreichische Wirtschaft befindet sich weiter im Aufwind. Die Stimmungsindikatoren haben im Euro-Raum und in der EU insgesamt Höchststände erreicht, und in den USA wuchs die Wirtschaft im III. Quartal abermals schwungvoll. In diesen Wirtschaftsräumen setzen die Börsenkurse ihre kräftige Aufwärtsentwicklung fort. Auch die Schwellenländer nehmen an der zur Zeit robusten internationalen Konjunktur teil und melden eine weitere Besserung ihrer Wirtschaftsleistung.
 
Online seit: 24.11.2017 0:00

WIFO-Monatsberichte, Heft 11/2017

WIFO-Monatsberichte, 2017, 90(11), 64 Seiten
   
Marcus Scheiblecker, Weltwirtschaft in bester Verfassung • Matthias Firgo, Peter Mayerhofer, Wachstumsbremse Tertiärisierung? Evidenz für die europäischen Regionen • Philipp Piribauer, Peter Huber, Langfristige Beschäftigungseffekte des hochrangigen Straßennetzes in Österreich. Eine kontrafaktische Analyse • Ulrike Huemer, Julia Bock-Schappelwein, Ulrike Famira-Mühlberger, Hedwig Lutz, Christine Mayrhuber, Österreich 2025 – Arbeitszeitverteilung in Österreich. Analyse und Optionen aus Sicht der Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmer
 

Stefan Ederer, Stefan Schiman, Effekte der gesamtwirtschaftlichen Produktion auf die Entwicklung der Produktivität in Österreich und der EU

Monographien, November 2017, 40 Seiten
   
Die vorliegende Studie untersucht Verdoorn-Effekte in Österreich und der EU empirisch mittels ökonometrischer Methoden. Dabei ergeben sich sowohl für die Sachgütererzeugung als auch für die Gesamtwirtschaft signifikante Effekte. Demnach zieht ein Anstieg der Produktion um 1% eine Steigerung der Arbeitsproduktivität um bis zu ½% nach sich. Mit Hilfe von Impuls-Antwort-Funktionen werden zusätzlich endogene Verstärkungsmechanismen über eine stärkere Kapitalakkumulation und den dadurch induzierten technischen Fortschritt abgebildet. Eine Phase schwachen Wirtschaftswachstums hat demnach einen direkten negativen Einfluss auf das Produktivitätswachstum und daher den langfristigen Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit. Angebotsseitige Politikmaßnahmen zur Steigerung der Produktivität sollten daher durch Maßnahmen zur Stärkung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage ergänzt werden.
 
Auftraggeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
Studie von: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
Online seit: 20.11.2017 0:00

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