Strukturwandel und Regionalentwicklung

Profil

Kernkompetenz des Forschungsbereiches sind die Untersuchung von Strukturveränderungen in der räumlichen Dimension aus dem Blickwinkel der Wirtschaftspolitik sowie die Konjunkturanalyse auf regionaler und Branchenebene. Die wirtschaftspolitischen Beratungsleistungen des Forschungsbereiches beziehen sich auf Aspekte der Regional- und Strukturpolitik Österreichs und der EU, Determinanten des Wachstums von Regionen, regionale Standortanalysen und Standortkonzepte, Aspekte der regionalen Arbeitsmarktpolitik sowie auf Verkehrs-, Infrastruktur-, Wohnungs-, Tourismus- und Freizeitpolitik. Daneben leistet der Forschungsbereich im Rahmen seiner regelmäßigen Arbeiten Beiträge zur regionalen und sektoralen Gesamtrechnung und Prognose (etwa regionale Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktprognosen, Tourismus-Satellitenkonten, Bauprognosen) sowie zur regionalen und sektoralen Konjunkturberichterstattung. Zentrale Modellinfrastruktur sind ein multiregionales Input-Output-Modell für Österreich (MultiREG), das für Impact-Analysen und Strukturprognosen herangezogen wird, und eine regionales CGE-Modell, welches für Wirkungsanalysen und Strukturprognosen herangezogen wird.

 

2015 2016 Ö-2016 NUTS1 Ost 2016 NUTS1 Süd 2016 NUTS1 West 2016
W 0.6 1.1 1.4 1.1
N 0.4 1 1.4 1.1
B 2.3 1.9 1.4 1.1
ST 0.7 1.4 1.4 1.5
K 0 1.5 1.4 1.5
O 1.2 1.6 1.4 1.7
S 1.3 1.9 1.4 1.7
T 1.1 1.5 1.4 1.7
V 1.6 2 1.4 1.7

Analyse der räumlichen Wirkung wirtschaftspolitischer Maßnahmen

Inhaltlich stehen in diesem Bereich regionale Wirkungsanalysen (z. B. Impactanalysen großer Investitionsvorhaben im Bau-, Infrastruktur-, Verkehrs- und Tourismusbereich) sowie die quantitative Evaluierung regionaler Politikmaßnahmen im Vordergrund. Die empirischen Analysen stützen sich dabei sowohl auf Modelle (das multiregionale Input-Output-Modell MultiREG, das regionale CGE-Modell Sindelar 10 sowie Zeitreihenmodelle) als auch auf (mikro-)ökonometrische Methoden. Dazu hat der Forschungsbereich in den letzten Jahren eine Modellinfrastruktur entwickelt, die nicht nur die Abbildung von Nachfrageeffekten, sondern auch von Angebotseffekten erlaubt. Diese Infrastruktur ist in Österreich einzigartig. Expertise und Sorgfalt in der Erarbeitung der jeweiligen Modellinputs begründen zudem einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Instituten im Inland. In künftigen Projekten sollen die Effekte der Regionalpolitik auf die wichtigsten Variablen dieser Modelle evaluiert werden. Die Expertise des Forschungsbereiches sowie eine umfassende Datenbank der Wirtschaftsaktivitäten in hoher regionaler Detaillierung (Grid Data) werden einen weiteren Wettbewerbsvorteil gegenüber den Mitbewerbern in Österreich liefern.

Nachhaltige Regionalentwicklung

Dieser Forschungsschwerpunkt konzentriert sich einerseits auf die Analyse von Ursachen und Wirkungen regionaler Unterschiede und Abhängigkeiten in Bezug auf Arbeitsmarkt, Wettbewerbsfähigkeit, Konvergenz, Mobilität usw. Dazu werden vor allem angewandte räumliche ökonometrische Methoden eingesetzt. Andererseits umfasst der Schwerpunkt Projekte zum Design der optimalen Regionalpolitik und die Politikberatung (regionale Wirtschaftspolitik, Standortpolitik, Länderhaushalte, nachhaltige Mobilitätskonzepte, Smart Cities usw.). Das umfassende Knowhow des Forschungsbereiches zur regionalen politökonomischen Landschaft in Österreich begründet einen weiteren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Forschungseinrichtungen in Österreich.

Regionale Strukturen und Strukturwandel

In diesem Schwerpunktthema widmet sich der Forschungsbereich räumlichen Wirtschaftsstrukturen und ihrem Wandel sowie der regionalen Konjunkturbeobachtung. Dazu gehört auch die Analyse von Wirtschaftsstruktur, Strukturwandel und regionalem Wachstum sowie der Treiber des regionalen Strukturwandels (z. B. Spillovers, Diversität, Netzwerkeffekte) und des räumlichen Wettbewerbes. Die Basis für diese Untersuchungen bilden weitreichende Kompetenzen der Forschungsbereichsmitglieder in (mikro-)ökonometrischen Methoden und Modellen der räumlichen Ökonometrie. Die regelmäßigen Publikationen zur regionalen Wirtschaftsentwicklung und der Entwicklung in Tourismus, Bauwirtschaft und Verkehrswirtschaft beziehen die regionale, österreichische und internationale Perspektive mit ein.

 

WIFO-Publikationen und Projektberichte

Aktuelle Projekte

Personen

Forschungsbereichskoordinator

Gerhard Streicher

Dipl.-Ing. Dr. Gerhard Streicher

Funktion: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Forschungsbereichskoordinator
Forschungsbereiche: Strukturwandel und Regionalentwicklung

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wissenschaftliche Assistentinnen und Assistenten

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